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DIY Werkstattzubehör Profilschienen Werkzeugwand

Bohrerhalter


In diesem Beitrag habe ich den Bau der Profilschienenwerkzeugwand beschrieben. Viele Werkzeuge kann man direkt an den Haltern aufhängen. Manche benötigen dagegen zusätzliche Halter. So ist es mit meinen Sonderbohrern. Für diese habe ich einen, zu dem hier beschriebenen Bohrerhalter, sehr ähnlichen Halter gebaut und hier beschrieben. Der Bohrerhalter wurde nötig, weil ich zahlreiche „Sonderbohrer“ besitze, welche keine oder nur unzureichende Verpackungen haben. Es hat mich genervt, diese einzeln in der „Sonderbohrer“-Schublade zu suchen. Daher habe ich hierfür einen einfachen Bohrerhalter gebaut, welchen ihr einfach an eure Profilschienenwerkzeugwand hängen könnt. Den Bohrerhalter könnt ihr natürlich für jegliche Bohrerart entsprechend anpassen.

Inhaltsverzeichnis

Bohrerhalter fertig befüllt

Projekt: Bohrerhalter

Aufwand: ca. 60 Minuten

Kosten: 0-5€

Schwierigkeit: Einfach

Material für den Bohrerhalter

Als Material wird lediglich ein Holzbrett benötigt. Hier kann man in der Resteschublade oder natürlich beim lokalen Baumarkt/Holzhandel/Schreiner/Zimmerer/… schauen, ob man etwas passendes findet.

Zusätzlich benötigt man noch zwei Halter der Profilschienenwerkzeugwand ohne Schrumpfschlauch. Hier könnt ihr bestimmt noch welche entbehren bzw. habt noch welche über.

Wer will kann den Bohrerhalter z.B. mit diesem Sprühlack* ansprühen um ihn noch präsenter zu machen.

Werkzeug für den Bohrerhalter

Technische Zeichnungen zum Boherhalter

fehlen noch… werden nachgeliefert

Durchführung

Holzauswahl

Der erste Schritt ist die Auswahl des Holzes. Schlussendlich könnt ihr hier beinahe nehmen was ihr wollt. Ich hatte noch ein Brett rumliegen, welches 40cm lang und 13,2cm breit war. Dieses Brett ist rund 3,5cm hoch. Das Brett habe ich halbiert, so dass ich auf eine Haltertiefe von 6,5cm komme. Insgesamt haben sich diese Maße als sehr passend ergeben.

Folgende Richtwerte kann ich euch geben:

  • Breite: Mein Bohrerhalter ist 40cm breit. Pro Seite müsst ihr 2,5cm abziehen für die Halterung. Dadurch ergibt sich eine nutzbare Breite von 35cm. Mit dem Lochabstand aus den technischen Zeichnungen und der Anzahl der Sonderbohrer, die ihr besitzt, könnt ihr bestimmen, wie breit euer Brett sein muss.
  • Tiefe: Hier habe ich 6,5cm gewählt. Dies passt relativ gut. Man könnte den Halter auch 2-3 cm tiefer machen und dann die Löcher weiter von der Wand wegziehen. Das ermöglicht euch, den Platz hinter den Bohrern durch andere hängende Werkzeuge zu nutzen. Als Tiefe solltet ihr somit etwas zwischen 6 und 10cm wählen.
  • Höhe: Hier seid ihr relativ frei. Mein Brett hat 3,5cm. Das hat den Vorteil, dass man die Lochtiefe für die Bohrer nicht exakt ausmessen muss und diese dennoch stabil und weitestgehend senkrecht im Bohrerhalter sitzen. Ich denke hier ist alles zwischen 2-6cm möglich. Geringere Höhen lassen den Halter filigraner wirken, größere Höhen erlauben euch etwas weniger genau arbeiten zu müssen bzw. die Löcher tiefer zu bohren.

Vorbereitende Arbeiten

Zunächst müsst ihr, falls nötig, das Brett auf seine finalen Außenmaße zuschneiden. In meinem Fall waren das die 40cm Länge und die 6,5cm Tiefe. Am besten geht das mit der Tischkreissäge* und der Kappsäge*.

In diesem Beitrag zeige ich euch, wie man die DeWALT DWE7492* um einen Frästisch erweitert. Dieser Beitrag erweitert die Metabo KGS 254M* um einen Sanftanlauf.

Wenn das Brett rau ist oder nur gehobelt ist, solltet ihr einmal mit dem Exzenterschleifer* darüber schleifen. Je nachdem wie rau das Brett war, fang ihr mit gröberen Schleifscheiben* (z.B. 80er Körnung) an und schaut, dass ihr bei z.B. 180er – 200er Körnung endet.

Die optionalen Vorarbeiten sind somit erledigt. Solltet ihr natürlich ein passenden geschliffenes Brett zur Hand haben, fallen obige Punkte weg.

Ausschnitt zum Befestigen der Bohrerhalterung

Aufgrund der in diesem Beitrag beschriebenen Werkzeughalter, habe ich mich dazu entschieden, dem Bohrerhalter mit 30mm breiten Schenkeln auszustatten, an welchen der Bohrerhalter an der Profilschienen Werkzeugwand mittels den Werkzeughaltern festgeschraubt wird. Zeichnet euch dazu mit dem Streichmaß* einen 25mm breiten und 35mm tiefen Ausschnitt je Seite an und sägt diesen mit Hilfe der Kappsäge* und der Japansäge* aus.

Auf den eben ausgeschnittenen Schenkeln müsst ihr die Mitte anzeichnen. Am einfachsten geht das, wenn ihr die gegenüberliegenden Ecken z.B. mit dem Streichmaß* verbindet. Der Schnittpunkt ist der Mittelpunkt. Bohrt mit der Tischbohrmaschine* oder Bohrständer* und dem 6er Holzbohrer aus dem Holzbohrerset* je Seite ein Loch. Wichtig ist, dass ihr die Aufstecksenker entfernt um nicht versehentlich das Loch anzusenken.

Bohrerherhalter Profilschienen Werkzeugwand Löcher Halterung angezeichnet

Die Grundstruktur des Halters ist somit fertig. Als nächstes geht es an die Löcher für die Bohrer.

Löcher für die Bohrer

Allgemeine Infos zu den Löchern für die Bohrer

Vermutlich habt ihr nicht die gleichen Bohrer (Anzahl, Durchmesser, Art, etc.) wie ich. Daher wird der Bohrerhalter zwangsläufig etwas anders aussehen als bei mir. Das macht aber nichts. Ihr müsst nur darauf achten, dass ihr genug Luft zwischen den Bohrern habt, damit sie sich nicht berühren und ihr die einzelnen Bohrer gut heraus bekommt. Gleichzeitig sollte der Abstand nicht zu groß sein, da ihr sonst relativ viel Platz benötigt.

Ich habe den Bohrerhalter so konzipiert, dass die Bohrer meist mit dem Ende, als dem Teil, der in die Bohrmaschine kommt, in dem Bohrerhalter stecken. Als gute Größe für das jeweilige Bohrloch im Bohrerhalter hat sich der Schaftdurchmessers des jeweiligen Bohrers +0,5mm ergeben. Dadurch stehen die Bohrer ausreichend senkrecht und haben dennoch genug Luft damit man sie gut hinein bekommt.

Wichtig ist ebenfalls, dass ihr die Löcher ansenkt. Dadurch „rutscht“ der Bohrer ins Loch und bleibt nicht an der Kante hängen.

Lochpositionen anzeichnen

Zunächst zeichnet ihr drei Striche auf der 6,5cm breiten Seite entlang der 40cm an. In folgenden Abständen von der vorderen Kante, der ca. 34cm langen Seite, gemessen:

  • 1,3cm
  • 2,7cm
  • 4,1cm

Nehmt dazu am besten einen Bleistift und das Streichmaß*.

Als nächstes macht ihr jeden Zentimeter eine Markierung auf der hinteren Linie. Bei mir hat das für die meisten Bohrer, außer den Stufenbohrer und den Holzbohrer mit Kegelsenker gereicht. Das Anzeichnen geht sowohl mit dem Streichmaß*, dem Anschlagwinkel* oder einem normalen Metermaß.

Bohrerlöcher in den Bohrerhalter bohren

Jetzt müsst ihr euch die ersten Bohrer überlegen, für die ihr Löcher bohren wollt. Ich habe den Bohrerhalter von einer Seite zur anderen befüllt. Die Löcher sind dabei immer schräg von hinten nach vorne aufgetragen bzw. gebohrt. Wenn die Bohrer recht schmal sind, könnt ihr auf allen drei Linien die entsprechenden Löcher anzeichnen, ansonsten nur auf der Vorderen und der Hinteren.
Nehmt dazu den Anschlagwinkel* und übertragt die entsprechenden Markierungen von der hintersten Linie auf die entsprechende Linie.

Bohrerhalter Löcher angezeichnet
Bohrerhalter – Löcher angezeichnet

Jetzt geht es ans Bohren. Nehmt am besten einen Bohrständer* oder die Tischbohrmaschine*. Wie hier bereits beschrieben empfehle ich euch, die Bohrlöcher 0,5mm größer zu bohren, als das Teil, was ihr später in den Bohrerhalter steckt. Leider habe ich nur Holzbohrer* mit ganzzahligen Durchmessermaßen. Daher bin ich zuerst mit dem nächst kleineren Holzbohrer* (z.B. 5er Holzbohrer* bei Lochmaß 5,5mm) ran, um das Loch präzise setzen zu können. Danach bin ich mit dem Metallbohrer in der richtigen Größe hinterher um das finale Maß zu erreichen. Nachdem ihr das finale Maß erreicht habt, geht ihr gleich mit dem vorherigen Holzbohrer aber mit Aufstecksenker* hinterher und senkt das Loch an. Seid dabei nicht zu knausrig 😉

Wichtig anzumerken ist, dass die Bohrtiefe vorab bewusst gewählt werden sollte. Habt ihr einen „normalen“ Bohrer, der parallelflankig verläuft, dürft ihr das Loch nicht durchbohren. Hat der Bohrer einen breiteren Kopf, wie es z.B. Kegelsenker* haben, könnt ihr euch vorher überlegen, ob ihr durchbohren wollt oder nicht. Zum Herausnehmen der Bohrer ist es einfacher, wenn ihr nicht durch bohrt und der breitere Kopf aus dem Bohrerhalter herausschaut.

Entlüftungslöcher

Wenn ihr das linke Bild unten betrachtet, seht ihr in den größeren Löchern, dass unten ein kleines Loch drin ist. Das habe ich bei allen Löchern gemacht, bei denen der Boden unten breit genug war. Die Idee ist, dass darüber zusätzlich nochmal Luft entweichen/hineinkommen kann, wenn man den Bohrer hinein steckt/entnimmt um ein Unterdruck/Überdruck zu vermeiden. Ich habe dazu einen 3er Holzbohrer* verwendet. Allerdings nur, wenn das Bohrloch >5mm war.

Zum Schluss schleift ihr die Oberseite nochmal mit dem Exzenterschleifer* und Schleifscheiben* mit einer Körnung zwischen 180 – 200 ab, um die Bleistiftmarkierungen zu entfernen und alles schön glatt zu bekommen.

Bohrerhalter montieren und befüllen

Der Bohrerhalter ist soweit fertig und bereit für die Montage an der Profilschienenwerkzeugwand. Nehmt dazu die zwei Halter der Profilschienenwerkzeugwand ohne Schrumpfschlauch und schraubt diese provisorisch fest. Steckt jetzt den Bohrerhalter darüber. Jetzt könnt ihr die zwei Halter festziehen. Als letztes nehmt ihr euch zwei M5 Muttern mit passenden Unterlagscheiben und schraubt diese auf die zwei Halter, damit der Bohrerhalter nicht herunterfallen kann.

Zum Schluss kommt der schönste Teil, sozusagen der Lohn für die Arbeit. Ihr könnt euren Bohrerhalter befüllen.

Über ein kurzes Feedback, wie euch der Beitrag gefällt freuen wir uns. Außerdem sind wir über Kritik, Verbesserungsvorschläge, etc. froh und probieren diese so gut als möglich umzusetzen.

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DIY Möbel DIY Werkstattzubehör Profilschienen Werkzeugwand

Schraubenzieherhalter

In diesem Beitrag habe ich den Bau der Profilschienenwerkzeugwand beschrieben. Viele Werkzeuge kann man direkt an den Haltern aufhängen. Manche benötigen dagegen zusätzliche Halter. So ist es mit meinen Schraubenziehern. Sie haben am Griff leider keine Löcher. Daher beschreibe ich euch hier, wie man günstig einen praktischen Schraubenzieherhalter für die Profilschienen Werkzeugwand baut.

Solltet ihr verschiedenste Bohrer haben, welche ihr gerne an der Profilschienen Werkzeugwand aufhängen wollt, kann ich euch diesen Beitrag empfehlen, in dem ich beschreibe, wie ihr einen einfachen Bohrerhalter für die Profilschienen Werkzeugwand baut.

Inhaltsverzeichnis

Schraubenzieherhalter Profilschienen Werkzeugwand montiert und befüllt

Projekt: Schraubenzieherhalter

Aufwand: ca. 30 Minuten

Kosten: 0-5€

Schwierigkeit: Einfach

Material für den Schraubenzieherhalter

Als Material wird lediglich ein Holzbrett benötigt. Hier kann man in der Resteschublade schauen oder natürlich beim lokalen Baumarkt/Holzhandel/Schreiner/Zimmerer/… schauen, ob man etwas passendes findet.

Zusätzlich benötigt man noch zwei Halter von der Profilschienenwerkzeugwand. Hier könnt ihr bestimmt noch welche entbehren bzw. habt noch welche über.

Wer will kann den Halter z.B. mit diesem Sprühlack* ansprühen um ihn noch präsenter zu machen.

Werkzeug für den Schraubenzieherhalter

Technische Zeichnungen zum Schraubenzieherhalter

Durchführung

Holzauswahl

Der erste Schritt ist die Auswahl des Holzes. Schlussendlich könnt ihr hier beinahe nehmen was ihr wollt. Ich hatte noch ein Brett rumliegen, welches 40cm lang und 13,2cm breit war. Dieses Brett ist rund 3,5cm hoch. Das Brett habe ich halbiert, so dass ich auf eine Haltertiefe von 6,5cm komme. Insgesamt haben sich diese Maße als sehr passend ergeben.

Folgende Richtwerte kann ich euch geben:

  • Breite: Mein Schraubenzieherhalter ist 40cm breit. Pro Seite müsst ihr 2,5cm abziehen für die Halterung. Dadurch ergibt sich eine nutzbare Breite von 35cm. Mit dem Lochabstand aus den technischen Zeichnungen und der Anzahl der Schraubenzieher, die ihr besitzt, könnt ihr bestimmen, wie breit euer Brett sein muss.
  • Tiefe: Hier habe ich 6,5cm gewählt. Dies ist eher die untere Grenze. Meinen nächsten Halter würde ich eher 3-4cm tiefer wählen und die Löcher weiter von der Wand wegziehen. Das ermöglicht euch, den Platz hinter den Schraubenziehergriffen durch andere hängende Werkzeuge zu nutzen. Als Tiefe solltet ihr somit etwas zwischen 6 und 10cm wählen.
  • Höhe: Hier seid ihr relativ frei. Mein Brett hat 3,5cm. Das hat den Vorteil, dass man die Löcher für die Schraubenzieher etwas breiter bohren kann und diese dennoch stabil und weitestgehend senkrecht im Schraubenzieherhalter sitzen. Ich denke hier ist alles zwischen 2-6cm möglich. Geringere Höhen lassen den Halter filigraner wirken.

Vorbereitende Arbeiten

Zunächst müsst ihr, falls nötig, das Brett auf seine finalen Außenmaße zuschneiden. In meinem Fall waren das die 40cm Länge und die 6,5cm Tiefe. Am besten geht das mit der Tischkreissäge* und der Kappsäge*.

In diesem Beitrag zeige ich euch, wie man die DeWALT DWE7492* um einen Frästisch erweitert. Dieser Beitrag erweitert die Metabo KGS 254M* um einen Sanftanlauf.

Wenn das Brett rau ist oder nur gehobelt ist, solltet ihr einmal mit dem Exzenterschleifer* darüber schleifen. Je nachdem wie rau das Brett war, fang ihr mit gröberen Schleifscheiben* (z.B. 80er Körnung) an und schaut, dass ihr bei z.B. 180er – 200er Körnung endet.

Die optionalen Vorarbeiten sind somit erledigt. Solltet ihr natürlich ein passenden geschliffenes Brett zur Hand haben, fallen obige Punkte weg.

Ausschnitt zum Befestigen der Halterung

Aufgrund der in diesem Beitrag beschriebenen Werkzeughalter, habe ich mich dazu entschieden, dem Schraubenzieherhalter mit 30mm breiten Schenkeln auszustatten, an welchen der Schraubenzieherhalter an der Profilschienen Werkzeugwand mittels den Werkzeughaltern festgeschraubt wird. Zeichnet euch dazu mit dem Streichmaß* einen 25mm breiten und 35mm tiefen Ausschnitt je Seite an und sägt diesen mit Hilfe der Kappsäge* und der Japansäge* aus.

Auf den eben ausgeschnittenen Schenkeln müsst ihr die Mitte anzeichnen. Am einfachsten geht das, wenn ihr die gegenüberliegenden Ecken z.B. mit dem Streichmaß* verbindet. Der Schnittpunkt ist der Mittelpunkt. Bohrt mit der Tischbohrmaschine* oder Bohrständer* und dem 6er Holzbohrer aus dem Holzbohrerset* je Seite ein Loch. Wichtig ist, dass ihr die Aufstecksenker entfernt um nicht versehentlich das Loch anzusenken.

Schraubenzieherhalter Profilschienen Werkzeugwand Löcher Halterung angezeichnet

Lochdurchmesser für die Schraubenziehzer bestimmen

Jetzt fehlen nur noch die Löcher für die Schraubenzieher und der Schraubenzieherhalter ist fertig. Hier müsst ihr den Schaftdurchmesser eurer Schraubenzieher messen. Diesen Wert rundet ihr auf volle Millimeter auf und addiert einen zusätzlichen Millimeter als Spiel. So bestimmt ihr den Bohrerdurchmesser. Da ich zwei unterschiedliche Schraubenziehertypen habe, habe ich mit 2 unterschiedlichen Holzbohrern* gebohrt (6mm und 10mm).

Vorsicht, manche Schlitzschraubenzieher haben einen breiteren Schlitz als Schaft. Hier ist natürlich der Schlitz das ausschlaggebende Maß.

Beim Bohrer empfehle ich euch mit Aufstecksenker* zu bohren und die Öffnung anzusenken. Dadurch ist es einfacher, die Schraubenzieher durch das Loch zu schieben.

Löcher für die Schraubenzieher bohren

Als nächstes kommt das anzeichnen. Zeichnet euch zuerst 2 Linien parallel zur Breite des Holzes an. Den Mittelpunkt der vorderen Löcher habe ich auf 12mm gesetzt. Damit habe ich noch genug „Fleisch“, damit das Holz nicht aufreißt (10mm Loch), gleichzeitig bin ich dennoch relativ nahe am Rand um nicht zu viel Platz zu verschenken. Das hintere Maß ist bei mir 22mm vom Rand weg. Das ist ein tradeoff zwischen dem Abstand zur vorderen Reihe und dem Abstand zur Werkzeugwand.

Wer ein etwas breiteres Brett hat sollte die 12mm der vorderen Lochreihe beibehalten und den hinteren Wert variieren. Der Abstand zwischen den Schraubenziehern ist soweit in Ordnung. Wie anfangs bereits erwähnt, würde ich eher den Abstand zur Werkzeugwand vergrößern.

Zeichnet beide Linien (dünn) mittels Bleistift und Streichmaß* ein.

Als nächstes messt ihr den Startpunkt vom Rand ab. Ganz einfach geht das auch wieder mit dem Streichmaß*. Bei mir waren das 39mm für den Startpunkt der hinteren Reihe, was gleichzeitig dem ersten Loch entspricht. Jetzt stellt ihr euren Zirkel* auf 40mm ein, stecht auf dem eben markierten Punkt ein und markiert den ersten Schnittpunkt auf der hinteren Lochlinie (dünn markieren). Jetzt stecht ihr an dem neu erstellten Schnittpunkt ein und markiert den nächsten. Diese Schritte wiederholt ihr acht mal. Bei jedem zweiten Loch benutzt ihr jetzt euren Anschlagwinkel* und tragt den Schnittpunkt von der hinteren Lochlinie auf die vordere.

Jetzt habt ihr alle eure Löcher markiert. Vorsicht, auf der hinteren Lochlinie muss nur jedes zweite Loch gebohrt werden.

Nun müsst ihr die Löcher nur noch bohren. Den Holzbohrerdurchmesser* habt ihr ja schon bestimmt. Schnappt euch jetzt euren Bohrständer* oder die Tischbohrmaschine* und bohrt die Löcher.

Montage des Schraubenzieherhalters an die Profilschienen Werkzeugwand

Der Schraubenzieherhalter ist jetzt beinahe fertig. Je nachdem wie die Löcher nach dem Bohren aussehen, müsst ihr die Löcher nochmal etwas nachschleifen (Rückseite nicht vergessen). Außerdem müsst ihr die Bleistiftstriche noch entfernen.

Schraubenzieherhalter Profilschienen Werkzeugwand Löcher ausgebohrt

Optional könnt ihr den Schraubenzieherhalter noch mit Sprühlack* lackieren. Ich bevorzuge das blanke Holz und habe es daher nicht nochmal behandelt.

Euer Schraubenzieherhalter ist jetzt bereit für die Montage an der Profilschienen Werkzeugwand. Dazu nehmt ihr nur zwei Werkzeughalter und montiert diese Locker an der Profilschienen Werkzeugwand. Steckt den Schraubenzieherhalter durch die Löcher. Jetzt könnt ihr die Werkzeughalter festziehen. Als letztes empfehle ich euch zwei M5 Muttern mit Unterlagscheiben auf die Werkzeughalter zu schrauben, damit der Schraubenzieherhalter nicht herunterfallen kann.

Schraubenzieherhalter Profilschienen Werkzeugwand fertig montiert

Weiteres zur Profilschienen Werkzeugwand

  • Bohrerhalter
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    Dir fehlt eine flexible und günstige Möglichkeit, deine vielbenutzen Werkzeuge an die Wand zu hängen. Dann ist die Profilschienen Werkzeugwand genau das richtige.

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Inspirationen Vergleich Profilschiene French Cleat

Vergleich zwischen French Cleat und Profilschienen Werkzeugwand

Aus Platzgründen musste ich meine Werkstatt von einer größeren Garage in eine etwas kleinere umziehen. Ein Dorn im Auge war meine bisherige „Werkzeugwand“. Schlussendlich war es eine OSB-Platte, in der ich mehr oder weniger planvoll Schrauben hineingedreht habe, um verschiedenste Werkzeuge daran aufzuhängen. Allerdings war dies weder flexible noch optisch sehr ansprechend. Daher habe ich mich dazu entschieden, dies in meiner „neuen“ Werkstatt anders zu lösen. 2 mögliche Varianten, über die ich dabei gestolpert bin, sind die French Cleat Werkzeugwand, sowie die Profilschienen Werkzeugwand. Besonders Erstgenannte bekommt viel Zuspruch und man findet viele Beispiele und Ideen im Internet. Aber auch die Profilschienen Werkzeugwand hat Ihre Vorteile. Dieser Beitrag ist ein Vergleich zwischen French Cleat und Profilschienen Werkzeugwand mit einem persönlichen Fazit zum Schluss.

Um einen möglichst realistischen Vergleich ziehen zu können, gehe ich davon aus, dass 14m (7x2m) Wandhalterung gebaut werden sollen.

Inhaltsverzeichnis

Kurzzusammenfassung

French CleatProfilschienen Wkzg-Wand
Flexibilität
Kosten
Zeitaufwand Herstellung Wandhalterung
Zeitaufwand Herstellung Werkzeughalterung
Optischer Eindruck
Stabilität

French Cleat

Prinzip/Aufbau

Grundidee

French Cleat ist eine aktuell sehr populäre Art, seine Werkzeugwand aufzubauen. Die Basis für die French Cleat Werkzeugwand bilden dabei 2 (Holz-)Profile, der Wand-Cleat und der Halter-Cleat. Der Wand-Cleat ist dabei eine längere Leiste, welche meist mehrmals übereinander an der Wand befestigt wird. Der Halter-Cleat ist dann das Gegenstück, welches an einer individuell designbaren Werkzeughaltevorrichtung befestigt wird. Beim Bauen der Halter sind 2 Maße besonders wichtig, welche eine gute Halterung des Halter-Cleats am Wand-Cleat garantieren. Einmal sind das die Winkel „a“ und „b“ (siehe Skizze unten), sowie die Breite „c“ der beiden Cleats.

Die Winkel „a“ und „b“ müssen zusammen 90° ergeben, wobei es sehr sinnvoll ist, beide Winkel als 45° Winkel auszuführen. Das gilt sowohl aus Haltesicht, sowie auch aus Fertigungssicht.

Die Breite „c“ von beiden Cleats sollte möglichst identisch sein. Somit liegt die Werkzeughaltevorrichtung an der langen Seite des Wand-Cleats auf und garantiert eine stabile Halterung. Als zusätzliche Sicherung kann in den Werkzeughalterungen ein Stift vorgesehen werden, welcher durch die Werkzeughaltevorrichtung durchgeschoben wird, so dass er möglichst direkt unterhalb des Wand-Cleats verläuft. Dadurch kann ein zufälliges ungewolltes Herauslösen, z.B. wenn man von unten gegen den Halter stößt, verhindert werden.

Vergleich zwischen French Cleat und Profilschienen Werkzeugwand - Funktionsweise French Cleat
Funktionsweise French-Cleat

Werkzeughalter

Die Werkzeughaltevorrichtung kann flexibel designed werden und bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Vom kleinen Bohrer bis zum Abbruchhammer (und Größeres) kann man an die Wand hängen, was das Herz beliebt. Schlussendlich muss man nur die Werkzeughaltevorrichtung entsprechend designen und sicherstellen, dass die Wandverankerung des Wand-Cleats genug Last tragen kann.

Bei besonders schweren Teilen, kann ein Werkzeughalter zwei oder mehr übereinander hängende Wand-Cleats verwenden um das Gewicht auf mehrere Wand-Cleats zu verteilen. Bei besonders langen Werkzeugen (z.B. Wasserwaage) kann die Werkzeughaltevorrichtung über mehrere Wand-Cleats gezogen werden um eine feste Werkzeugauflage zu garantieren.

Das „schöne“ an der French-Cleat Wand ist, dass Werkzeughalter beliebig versetzt werden können. Aus diesem Grund würde ich für den Wand-Cleat und den Halter-Cleat ein glattes Material wählen. Meine 1. Wahl wäre dabei Siebdruckplatten*, weil die Oberfläche schön glatt ist, diese verhältnismäßig günstig und gut zu verarbeiten sind.

Kosten

MaterialMengePreis / Stück (April 2021)Preis
Siebdruckplatte 125 x 80 x 1,5 cm*352€ + 9€ Versand165€
Torx Schrauben 5,0 x 50 mm*119€ + 4€ Versand23€
Torx Schrauben 4,0 x 30 mm*114€ + 4€ Versand19€
Summe:197€

Die abgeschätzen Kosten für eine 14m lange French Cleat Werkzeugwand inklusive Werkzeughalter liegen bei ca. 175€.

Bisher habe ich noch keine French Cleat Werkzeugwand gebaut, so dass ich einige Annahmen treffen musste. Folgende Annahmen gelten für obige Materialzusammenstellung:

  • Die kurze Seite des Wand-Cleats ist 5cm, somit ergibt sich bei einer 15mm starken Platte die lange Wand-Cleat Seite zu 6,5cm. Rechnet man noch etwas Verschnitt ein, so kommt man auf ca. 7cm breite pro Wand-Cleat. Aus einer 80cm breiten Platte bekommt man also 11 Wand-Cleats à 135cm. Das ergibt knapp 15m, also recht genau die Menge, die wir benötigen.
  • Der Einfachheit halber wird angenommen, dass die Halter-Cleats ebenfalls aus Siebdruckplatten hergestellt werden. Mit Verschnitt etc. gehe ich davon aus, dass 2 weitere Platten für die Halter-Cleats benötigt werden um Halter zu bauen. Diese Annahme ist sicherlich sehr grob und hängt von vielen Einflussfaktoren ab (Anzahl der Werkzeughalter, Komplexität der Werkzeughalter, Größe der Werkzeughalter, Verschnitt, …)
  • Die größeren Spanplattenschrauben (5×50) sind sowohl für die Montage der Wand-Cleats an der Wand gedacht, als auch zum Verbinden größerer Teile an den Halter-Cleats.
  • Kleinere Verbindungen der Halter-Cleats können mit den kleinen Spanplattenschrauben (4×30) gemacht werden.

Aufwand

Wand-Cleat

Der Wand-Cleat ist sehr schnell gemacht. Mit einer Tischkreissäge oder alternativ mit einer Handkreissäge und Führungsschiene kann die entsprechende Anzahl an Wand-Cleats (für 14m 7 Stück à 2m) schnell zusägen. Danach muss man eine genügend große Anzahl an Löcher in die Wand-Cleats bohren und diese dann an der Wand befestigen zu können. Ich denke, alle 15-20cm eine Schraube zu setzen schadet nicht. Insgesamt denke ich, sollten die Wand-Cleats in 2-3 Stunden an der Wand sein.

Werkzeughalter

Bei den Werkzeughalter einen Aufwand abzuschätzen ist sehr schwer. Der Unterschied in Komplexität, Zeit- und Materialaufwand zwischen einem einfachen Halter für z.B. Bohrer, Schraubendreher, o.Ä. bis zu einem komplexeren Halter für z.B. Schraubzwingen, Elektrogeräte, o.Ä. ist gravierend.

Beim einfachen Halter genügen nebst dem Halter-Cleat, zwei kleine Bretter und ein paar Löcher. In rund einer Stunde sollte es möglich sein, so einen Träger zu fertigen. Will man schwerere oder komplexere Geräte aufhängen, so muss das waagrechte Brett auf/in das Werkzeug gelegt werden soll ggfs. abgestützt oder aus mehreren Teilen aufgebaut werden. Hauptsächlich der Zeitaufwand dürfte hier schnell anwachsen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man hier schnell ein paar Stunden für einen aufwändigeren Halter benötigt. Schlussendlich muss man sich vorab ja genau Gedanken machen, wie man ihn aufbauen will, ggfs. einiges abmessen, etc..

Im Schnitt, denke ich, sollte man pro Halter im Schnitt mit 2-3 Stunden rechnen.

Profilschienen Werkzeugwand

Prinzip/Aufbau

Grundidee

Profilschienen trifft man in verschiedensten Formen an. In der Werkstatt meist um eine sehr genaue parallele Führung zu erreichen. Ein gängiger Anwendungsfall sind die Führungsschienen bei Tischkreissägen z.B. für den Winkelanschlag.

Die Idee ist, diese Führungsschienen zu „zweckentfremden“, in dem man sie waagrecht an die Wand montiert. Mittels passenden Hammermuttern und Gewindestifte erhält man seine flexible Profilschienen Werkzeugwand. Die Hammermuttern kann man an jeder beliebigen Stelle der Führungsschienen einbringen und festziehen. Aufgrund ihrer Form sperren sie sich gegen ein Weiterdrehen nach 90°, so dass man die Gewindestifte problemlos hineindrehen kann.

Die Gewindestifte schauen waagrecht aus der Wand heraus, so dass eine Vielzahl der gängigen Werkzeuge direkt an diesen aufgehängt werden können (z.B. Schraubenzieher, Stechbeitel, Feilen, Sägen, Hammer (2 Gewindestifte), Wasserwaagen, …).

Die Gewindestifte kann man durch die Hammermuttern hindurch auf den Grund der Profilschiene hindurch drehen. Dadurch ergibt sich eine fixe, stabile Position in der Profilschiene. Die Gewindestifte drücken auf den Grund der Profilschienen, die Hammermuttern sperren an den oberen Schenkeln der Profilschiene. Ein Verrücken ist ohne Lösen nur (sehr) schwer möglich.

Vergleich zwischen French Cleat und Profilschienen Werkzeugwand -Funktionsweise Profilschienen Werkzeugwand

Erweiterungsmöglichkeit

Sollten die waagrechten Gewindestifte nicht genügen, so können die Gewindestifte auch als Ausgangspunkt für einfache & komplexe Konstruktionen genutzt werden. So ist es z.B. denkbar, zwei Gewindestifte mittels Holzstück zu verbinden und in das Holzstück Löcher für Bohrer, Schraubenzieher, etc. einzubringen. Aber auch komplexere Halterungen für Akkuschrauber, Kreissägen, Schraubzwingen und ähnliches sind so realisierbar.

Nutzt man lediglich die Gewindestifte als Aufhängung, so ist sicherlich die Stärke der Profilschiene der Schwachpunkt der Halterung. Bei zu starkem Druck, z.B. wenn man die Gewindestange zu weit hindreht, aber auch bei zu starkem Zug durch z.B. zu schwere Werkzeuge, können sich die beiden Schenkel aufspreizen. Entgegenwirken kann man dem, indem man eine Konstruktion mit z.B. Holz wählt, welches mittels den Gewindestiften und normalen Muttern vor die Profilschiene geschraubt wird. Somit erzeugt man eine Gegenkraft und die Profilschiene ist gesichert. Dies funktioniert natürlich auch mit z.B. Sechskant-Flanschmuttern, die man direkt auf das Alu-Profil schraubt.

Kosten

MaterialMengePreis / Stück (April 2021)Preis
Aluminium C-Profil 4x1m**425€ Versand100€
100 Stück Hammermutter*19€9€
Gewindestifte M5x50*121€ + 5€ Versand26€
Siebdruckplatte 125 x 30 x 1,5 cm*120€ + 9€ Versand29€
Torx Schrauben 4,0 x 30 mm*115€ + 4€ Versand19€
Summe:183€

Die abgeschätzten Kosten für eine 14m lange Profilschienen Werkzeugwand inklusive Werkzeughalter liegen bei ca. 160€.

Folgende Annahmen gelten für obige Materialzusammenstellung:

  • Ich bin von 100 Haltern ausgegangen, was einem Halter alle rund 15cm entspricht. Es liegt die Annahme zu Grunde, dass manche (komplexere) Halter oft breiter sind. Außerdem reichen manche Werkzeuge über 2 oder mehr Profilschienen hinweg.
  • Für komplexere Werkzeughalter oder schwere Werkzeuge ist in obiger Auflistung eine Siebdruckplatte enthalten
  • Der Einfachheit halber wird angenommen, dass die Halter-Cleats ebenfalls aus Siebdruckplatten hergestellt werden. Mit Verschnitt etc. gehe ich davon aus, dass 2 weitere Platten für die Halter-Cleats benötigt werden um Halter zu bauen. Diese Annahme ist sicherlich sehr grob und hängt von vielen Einflussfaktoren ab (Anzahl der Werkzeughalter, Komplexität der Werkzeughalter, Größe der Werkzeughalter, Verschnitt, …)
  • Die Spanplattenschrauben (4×30) sind sowohl für die Montage der Profilschienen an der Wand gedacht, als auch zum Verbinden größerer Teile an den Werkzeughaltern.
  • Die Gewindestifte könnte man sicher aufteilen und zur Hälfte kürzere Gewindestifte nehmen. Für viele Werkzeuge, welche einfach aufgehängt werden, genügt das sicherlich. Ebenso könnte man auch überlegen anstatt M6 Gewindestifte und Hammermuttern, auf M5 oder M4 auszuweichen. Von der Haltekraft sollten diese ebenfalls reichen.

Aufwand

Profilschienen

Die Montage der Profilschienen an der Wand ist nicht weiter schwer sein. Man muss die Profilschienen alle rund 15-30cm vorbohren und danach die Profilschienen an der Wand festschrauben. Je nach Wand ist das schneller oder weniger schnell gemacht. Insgesamt dürfte hierfür etwas weniger Zeit benötigt werden, als bei den Wand Cleats, da außer ggfs. einem Ablängen, keine weiteren Schnittarbeiten von Nöten sind.

Werkzeughalter

Die einfachen Werkzeughalter zum Aufhängen von z.B. Schraubenziehern, Stechbeitel, Feilen, Sägen, Wasserwaagen, etc. sind in wenigen Sekunden/Minuten erledigt. Man nimmt eine Hammermutter, legt diese in die Profilschiene. Danach nimmt man einen Gewindestift und schraubt diesen durch die Hammermutter, bis es zu spannen anfängt. Ich denke, dass man keine Minute pro Halter benötigt, wenn man gleich mehrere auf einmal macht.

Wenn man komplexere Halter baut, dann benötigt dies natürlich mehr Zeit. Den Zeitaufwand abzuschätzen ist auch hier wieder schwierig. Ich gehe davon aus, dass auf 5 einfach aufgehängte Werkzeuge ein komplexerer Halter kommt, für den man rund 2,5-3 Stunden benötigt. Somit landet man im Schnitt bei einer Bauzeit pro Halter von rund 25-30 Minuten.

Zusammenfassung zum Vergleich zwischen French Cleat und Profilschienen Werkzeugwand

French CleatProfilschienen Wkzg-Wand
Flexibilität
Kosten
Zeitaufwand Herstellung Wandhalterung
Zeitaufwand Herstellung Werkzeughalterung
Optischer Eindruck
Stabilität

Nachfolgend kommt die Kurzzusammenfassung zum Vergleich zwischen French Cleat und Profilschienen Werkzeugwand.

Sowohl bei der Flexibiltät, als auch bei der Stabilität nehmen sich beide Systeme nicht viel und schneiden sehr gut ab. Unterschiede gibt es bei den Kosten, dem Zeitaufwand zur Herstellung der einzelnen Werkzeughalter sowie der Wandhalterung und bei der Optik, wobei eine optische Beurteilung sicherlich sehr subjektiv ist.

Ähnliches Abschneiden

Beide Systeme sind sehr flexibel. Werkzeuganordnungen können problemlos getauscht und an neue Gegebenheiten angepasst werden. Tendenziell dürfte das Ändern von Anordnungen bei der French Cleat Werkzeugwand etwas schneller gehen. Da die Werkzeughalter bei der Profilschienenwerkzeugwand tendenziell für weniger Werkzeuge ausgerichtet sind (z.B. einen Schraubenzieher, einen Hammer, ein Stechbeitel, etc.) ist hier die Flexibiltät etwas höher, so dass in der Summe beide gleich gut abschneiden.

Bei leichten Werkzeugen schneiden beide Systeme gleich gut ab. Bei schwereren Werkzeugen muss bei der Profilschienenwerkzeugwand vorsichtshalber eine Gegenmutter oder ein anderer Anschlag benutzt werden um sicherzustellen, dass sich die Profilschiene nicht aufbiegt. Wird dies gemacht, so sollte die Festigkeit für alle gängigen Werkzeuge, welche man ggfs. an die Wand hängen will, gut ausreichen, so dass es hier keine Unterschiede zwischen beiden Varianten gibt.

Der Zeitaufwand zum Herstellen der Wandhalterungen ist bei beiden sehr kurz. Dennoch dürfte es bei den Wand Cleats der French Cleat Werkzeugwand länger gehen, die Wandhalter zu montieren. Das ist der Tatsache geschuldet, dass eine Seite mit einem 45° Winkel versehen werden muss, wohingegen die Profilschiene bereits montagebereit bestellt wird.

Größere Unterschiede

Die größten Unterschiede sind beim Zeitaufwand zum Herstellen der Werkzeughalter und den Kosten zu finden. Beim Zeitaufwand zum Herstellen der Werkzeughalter liegt die Profilschienen Werkzeugwand deutlich vorne. Bei der French Cleat Werkzeugwand muss für jeden Werkzeughalter im Schnitt ca. 2-3 Stunden Arbeit eingeplant werden. Sieht man das Bauen der Werkzeugwand als Hobby, das Spaß macht, so ist dieser Punkt vernachlässigbar.

Beim Preis liegt die Profilschienen Werkzeugwand ebenfalls leicht vor der French Cleat Werkzeugwand. Bei der Profilschienen Werkzeugwand fallen vor allem die Alu-Profilschienen ins Gewicht. Bei der French Cleat Werkzeugwand sind es die Siebdruckplatten.

Auf den optischen Eindruck will ich an der Stelle nicht weiter eingehen, da dies eine rein persönliche Meinung ist, welche von Person zu Person unterschiedlich ist. Schlussendlich hängt es natürlich auch immer davon ab, wie optisch ansprechend man die jeweilige Werkzeugwand umsetzt.

Fazit zum Vergleich zwischen French Cleat und Profilschienen Werkzeugwand

Kommen wir zum Fazit zum Vergleich zwischen French Cleat und Profilschienen Werkzeugwand. Beide Systeme, French Cleat und Profilschiene, haben ihre Stärke und Schwächen, geben sich aber in den wichtigen Punkten Festigkeit, Flexibilität und weitestgehend beim Preis nichts. Die größten Unterschiede liegt im Zeitaufwand, um die Werkzeugwand herzustellen und der Optik. Beim Zeitaufwand liegt die Profilschienen Werkzeugwand klar vor der French Cleat Werkzeugwand. Ich denke, dass das die beiden Hauptpunkte sind, anhand denen jeder für sich selber entscheiden muss, welche Werkzeugwand es denn wird.

Persönlich, als Familienvater 2 junger Kinder, ist Zeit das Gut, was ich mit Abstand am wenigsten habe (neben Geld, was sowieso immer fehlt). Die Optik ist für mich bei einer Werkzeugwand klar zweitrangig. Daher habe ich mich für die Profilschienen Werkzeugwand entschieden. Wenn man seine Arbeitszeit auch in die Kosten mit einrechnet, und sei es mit 10€ pro Stunde, so fällt auch die Kostenrechnung deutlich für die Profilschienen Werkzeugwand aus.

In diesem Beitrag stelle ich euch vor, wie ihr einfach und schnell eine Profilschienen Werkzeugwand baut.

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